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Heimatbuch 2

Buch - ein Dorf im Ahornwald (Ernst Honeck, 1983)

Sehr geehrter Leser,

dieses Buch mit dem Titel "Buch, ein Dorf am Ahornwald" wurde
von Ernst Honeck und einem engagierten Bürger unseres Ortes geschrieben.
Aus dem folgenden Inhaltsverzeichnis können Sie eine Leseprobe auswählen.

Sehr bescheiden schreibt er z. B. in seinem Vorwort: "Das Buch hat nicht ein
Fachgelehrter geschrieben, sondern ein Bürger, der die Heimat liebt und die
Geschichte unserer Vorfahren lebendig erhalten will"

Das Buch ist leider vergriffen. Allerdings gegen eine Gebühr über die Verwaltung ausleihbar.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihre Gemeinde Ahorn.

Deckblatt Buch - ein Dorf am Ahornwald

Inhaltsverzeichnis
Vorwort des Verfassers
" Es war ein lange von mir gehegter Wunsch, die Geschichte unseres Heimatdorfes Buch
(früher Buch am Ahorn) näher zu erforschen und niederzuschreiben. Die Jahre nach
dem Ausscheiden aus dem Berufsleben boten sich dafür besonders an.
Das Ahornwaldgebiet wollte ich als Ganzes sehen, den naturgegebenen Raum, in dem
Buch eingebettet ist. Aber auch die Liebe zum Wald war hierfür ein Beweggrund.
Wie war es früher in unserem Dorf? Dieser Frage sollte nachgegangen werden, um
dieses und jenes in seinem geschichtlichen Werden zu verstehen und Heimat- und
Ortsgeschichte lebendig werden zu lassen.
Das Buch hat nicht ein Fachgelehrter geschrieben, sondern ein Bürger, der die Heimat liebt und
die Geschichte unserer Vorfahren lebendig erhalten will. Es ist in einfachem Stil
abgefasst, damit jeder Zugang zu ihm findet. Dennoch ist zu erwarten, dass man sich zu
den vergangenen, für uns schon häufig fremden Zeiträumen mit den ihnen eigenen
Vorstellungen, Ideen, Ansichten und Verhältnissen erst langsam Zugang schaffen und
sich in bestimmte Denkformen erst nach und nach einfühlen wird.
Das Buch dürfte kaum in einem Zug durchgelesen werden können; vielmehr wird sich
der Leser bestimmte Kapitel, die ihn besonders interessieren, herausgreifen, um von da
aus weiter in die Ortsgeschichte einzudringen. Gewiss findet auch nicht jeder Leser
Antwort auf alle Fragen, mit denen er das Werk in die Hand nehmen mag. Es übersteigt
die Kraft eines Einzelnen, alles noch vorhandene Urkundenmaterial zu erfassen und zu
verwerten.
Dank möchte ich all jenen sagen, die mich bei der Erforschung des umfangreichen
Archivmaterials unterstützt und bereitwillig beraten haben. Dieser Dank gilt besonders
den Herren des Generallandesarchives Karlsruhe und des Staatsarchives Wertheim, das
die meisten Urkunden über das frühere Dorfgeschehen zur Verfügung stellte. Er gilt
auch den Herren des Fürstlich-Leiningenschen Archives in Amorbach und des
Staatsarchivs in Würzburg.
Dank schulde ich schließlich Herrn Pfarrer i. R. Franz Gehrig, Gissigheim, für die
Ermunterung zur Arbeit, für die Übersetzung vieler Urkunden und die Durchsicht des
Manuskriptes.
Die Gemeinde Ahorn, Bürgermeister Hafner und der Gemeinderat, waren in
entgegenkommender Weise bereit, den Druck des Buches zu ermöglichen.
Möge durch das Heimatbuch die Liebe zur Heimat bei den heutigen Bücher
Einwohnern und auch bei denen, die der Lebensweg nach auswärts geführt hat, gemehrt
werden. "

Ahorn-Buch, im Mai 1983
Ernst Honeck
Inhaltsverzeichnis
Der Ahornwald und seine Besiedlung
1. Der Wald
"Im Distrikt "Rosskopf" auf Gemarkung Heckfeld entspringt in einer sprudelnden
Quelle der Schüpfbach. Im Jahre 807 wird er urkundlich Sciffa oder Sciffach genannt.
Unterhalb seiner Quelle versiegt er, um nach kurzem unterirdischem Lauf wieder zu
Tage zu treten. Der Name ist alemannischen Ursprungs und bedeutet Höhlung.
Die Umpfer, im 16. Jahrhundert noch Umpfach genannt, entspringt mitten im
Ahornwald, im Gewann "Brommbach" (früherer Name Krummbach). Der
Gewannname entstand wohl durch den "krumme Bach". Gleich nach ihrer Quelle
macht sie einen kräftigen Linksbogen. Dann fließt sie um die Hügelkette bei Uiffingen
der Tauber zu. Sie verläuft "umbi", daher der Name, er ist ebenfalls alemannisch.
Die Rinna, früher auch "Rinnach", fließt, aus dem Ahornwald kommend, durch
Eubigheim der Kirnau, einem Nebenfluss des Neckars, zu. In ihrem Namen steckt das
Zeitwort "rinnen", was man alemannisch von langsam fließendem Wasser sagte."

2. Die Besiedlung des Abornwaldes
"Wasser, Wald und Weide waren die idealen Voraussetzungen für eine Besiedlung des
Waldrandes. Wo Menschen bleiben sollen, muss Wasser sein. Der Wald war Jagdgebiet
zur Ernährung, und die Wiesentäler dienten dem Vieh zur Nahrungssuche. Im
Zeitraum 300 v. Chr. herrschte in unserem Gebiet noch nordisches Klima. Die damalige
Vegetation bestand sehr wahrscheinlich aus Fichten, Zwergbirken, Flechten und Moos.
Etwa um 2000 v. Chr. fassten wohl die ersten Menschen in der weiteren Umgebung des
Ahornwaldes Fuß. Das Klima hatte sich gemäßigt. Menschen der Bronzezeit (1800 bis
1000 v. Chr.), ..."
Inhaltsverzeichnis
Das Dorf und das Leben in Dorf und Flur
Dorf
"Das alte Bauerndorf lebte in seinen hergebrachten Formen bis in das 19. Jahrhundert.
Für das dörfliche Alltagsleben war das Dorfrecht bestimmend. Es regelte die Gestaltung
der dörflichen Gemeinschaft, nachbarlichen Frieden, Zu- und Wegzug, Ausbau und
Unterhaltung von Wegen. Das Dorf bildete eine geschlossene Siedlungsgemeinschaft mit
gemeinsamen Brunnen, Wegen und der Dorfgemarkung. Der Siedlungsplatz für das
Dorf Buch lag rechts entlang der Erfa und um den Hofberg, der sich entlang des
Sindolsheimer Weges (heutige Straße nach Gerichtstetten) zog. Ein sogenannter
"Bannzaun" umgab das Dorf. Er schloss ..."

Jägerhaus und Zehntscheuer
"Zeitweise ließ die Herrschaft auch den Oberen und Unteren See, die zu der Zeit schon
Wiese waren, abernten und bewahrte das Heu bis zum Verkauf in der Scheune auf.
Die Auflösung des Löwensteinischen Amtes im Jahre 1848 ließ die Zeit reifen, die beiden
Gebäude zu verkaufen. Andererseits wollte Löwenstein die Stelle des Försters in Buch
am Ahorn erhalten, da der Dienst einem Waldhüter nicht übertragen werden sollte.
Nach dem Tod von Förster Adam Honeck ..."

Der Obere und der Untere See
"In sehr früher Zeit, urkundlich leider mit genauer Zeitangabe nicht belegbar, ließen die
Dorfherren von Buch zwei größere Seen künstlich anlegen, da hierzu reichlich Wasser
vorhanden war. Das Gelände im Erftal ausnützend, war jeweils nur an der unteren Seite
des Sees ein drei bis vier Meter hoher Damm erforderlich. Die so gewonnene
Wasserfläche der beiden Seen betrug etwa drei Hektar. Im Lagerbuch von 1711 ist der
Obere See am Dorfrand gegen Brehmen mit 6 Morgen 1 Viertel und 15 Ruten
ausgewiesen. In dieser Fläche ... "
Inhaltsverzeichnis
Blick in die neue Zeit
Vereine als Kulturträger des Dorfes
"Ein dörfliches Gemeinwesen wird durch aktive Vereine bereichert. In den
Vereinigungen verschiedener Art pflegt man seine Interessen, geht seinem Hobby nach
und sucht Entspannung von der Arbeit. Gerade heute, nach der Bildung von
Großgemeinden, nachdem man in den Ortsteilen die Gemeindeverwaltung und die
Schule aufgelöst hat, sind die Vereine dazu berufen, geselliges und gesellschaftliches
Leben im Dorf zu fördern.
Der Gesangverein entstand ...
Im Frühjahr 1946 wurde der Sportverein "FC Buch am Ahorn" gegründet und mit
Urkunde vom 30. August 1946 von der damaligen Militärregierung genehmigt.
Der zählte bei der Gründung 62 Mitglieder, als Vorsitzender stellte sich Fritz Wüst zur
Verfügung. ...

1972 traten die Gründungsvorstände ab und wurden von der Generalversammlung zu
Ehrenvorsitzenden und Ehrenmitgliedern ernannt.
Der neue Vorstand setzte sich aus Peter Kernwein, Walter Wüst (Vertreter) und Jürgen
Gerner (Schriftführer) zusammen. Nun wurde mit intensiver Jugendarbeit begonnen.
Es bildete sich eine A-Jugend- und eine C-Jugend-Mannschaft."
Inhaltsverzeichnis
Anfang